In unserer Rubrik „Gesunde News“ informieren wir in regelmäßigen Abständen über verschiedene Themen aus dem Bereich Gesundheit. In dieser Ausgabe behandeln wir das Thema „Rückenschmerzen und Schmerzbewältigung“.

Anlässlich des anstehenden Themen-Nachmittags „Ich hab Rücken“ am 06.02.2017 um 16:00 Uhr im Mehrgenerationenhaus Neustrelitz (Strelitzer Straße 29-30, 17235 Neustrelitz), wollen wir an dieser Stelle bereits eine kleine Kostprobe zum Thema Rückenschmerzen und Schmerzbewältigungsstrategien geben.

Rückenschmerzen gehören schon lange zur Volkskrankheit Nummer eins. Sie sind die zweithäufigste Ursache für Arztbesuche überhaupt und bei Männern die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Bei Frauen sind Rückenschmerzen die zweithäufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit. Rund 35 % aller Deutschen haben mindestens einmal wöchentlich Rückenschmerzen! Doch woran liegt das?

80-90 % aller Rückenschmerzen sind unspezifisch, das heißt, trotz aufwendiger diagnostischer Verfahren sind keine Ursachen zuzuordnen. Somit sind nur in den wenigsten Fällen Bandscheibenvorfälle, Verformungen der Wirbelsäule, Entzündungen oder Muskelerkrankungen die Ursache der Schmerzen.

Vor allem psychische Faktoren spielen eine bisher unterschätzte Rolle. Auffällig ist nämlich, dass in der westlichen Welt Rückenschmerzen und Arbeitsunfähigkeit wegen Rückenschmerzen trotz ergonomischer Verbesserungen nach wie vor häufig auftreten, während sie in Ländern der dritten Welt trotz wesentlich härterer Lebens- und Arbeitsbedingungen seltener vorkommen. Es ist bereits wissenschaftlich bewiesen, dass Stress zu einer erhöhten Hormonausschüttung führt. Damit einher geht eine vermehrte Muskelanspannung und Gefäßverengung. Wenn das Stressniveau hoch bleibt, wird die Muskelanspannung zur dauerhaften Verspannung, wodurch die Nährstoffversorgung der Muskulatur beeinträchtigt wird. Das wiederum führt zu einer herabgesetzten Belastbarkeit, schnellere Ermüdung, verzögerte Erholung und schlechtere Heilung der Muskulatur.

Doch wie verhält man sich richtig, wenn der Schmerz erstmal da ist?

Sobald Rückenschmerzen auftreten, versuchen viele Betroffene sich zu schonen. Allerdings ist genau diese Bettruhe kontraproduktiv. Die fehlende Beanspruchung und Ruhigstellung der Muskulatur führt zum Muskelabbau, zur Verringerung der Leistungsfähigkeit und die Koordinationsfähigkeit lässt nach. Die Veränderungen im Muskel führen dazu, dass langfristig bereits leichtere Belastungen der Muskeln eine Überlastung darstellen. Die Überlastung kann mit Muskelschmerzen verbunden sein. Der Muskelschmerz scheint die Annahme zu bestätigen, dass Bewegung nicht gut tut. Und dann beginnt der Teufelskreis von vorne, bis eine Schmerz- Chronifizierung besteht.

Um den Rückenschmerzen entgegen zu wirken, muss man aktiv werden. Vorsorglich sollte man durch Kräftigungs-, Koordinations- und Dehnungsübungen die Muskulatur stärken und beweglich halten. Dabei sollte man nicht nur der Rückenmuskulatur, sondern dem gesamten Körper Beachtung schenken. Auch Übergewicht sollte langfristig abgebaut werden.

Bei akuten Rückenschmerzen helfen häufig die sogenannte Stufenlagerung sowie Wärmebehandlungen mit Wärmekissen oder ein Wannenbad. Sobald der erste große Schmerz gemildert ist, sollte man sich mit einem Spaziergang oder einer kleinen Radtour ablenken. Leichte Bewegungen tuen dem Rücken gut.

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