In unserer Rubrik „Gesunde News“ informieren wir in regelmäßigen Abständen über verschiedene Themen aus dem Bereich Gesundheit. In der aktuellen Ausgabe informieren wir über Sport in der Schwangerschaft.

Sobald man erfahrt, dass man schwanger ist, findet eine komplette Umstrukturierung des alltäglichen Lebens statt. Man isst und trinkt nicht mehr für einen selbst. Es wird von jetzt auf gleich auf Genussmittel verzichtet. Man ist verunsichert was man noch darf und was man lieber sein lassen sollte. In dieser Ausgabe wollen wir allen werdenden Mamis darüber informieren, warum Sport in der Schwangerschaft sinnvoll ist, was man machen kann und was ein absolutes „No–Go“ ist.

Die erste Frage, die wir beantworten möchten, ist „Schwangerschaft und Sport – Ist das gesund?“. Bezüglich dieser Frage gibt es viele aktuelle Studien die belegen, dass „moderater“ Sport während der Schwangerschaft für beide, Mutter und Kind, gesund ist. Man profitiert von einer besseren körperlichen Fitness, der Reduzierung von Rückenschmerzen sowie einem gesteigertem Wohlbefinden. Somit ist man auch auf die körperlichen Anstrengungen der Geburt besser vorbereitet, da eine höhere Schmerztoleranz aufgebaut wird.

Auch das ungeborene Kind hat diverse Vorteile, wenn die Mama Sport treibt. Wie auch bei einem selbst, wird das Herz des Kindes mittrainiert sowie die Stoffwechselproduktion angeregt. Außerdem haben Geräusche und Vibrationen, die das Kind bei Bewegung im Mutterleib wahrnimmt, einen positiven Effekt. Es ist ein natürlicher Stressabbau während der Schwangerschaft und auch nach der Geburt sind die Babys weniger gestresst.

Nachdem wir diese Frage jetzt beantwortet haben und einige Bedenken beseitigt wurden, wollen wir dazu kommen, welche Sportarten günstig sind:

 

YES – Sportarten: Joggen, Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren, Wandern, Skilanglauf, Krafttraining an Geräten, Funktionelles Training

Bereits sportlich aktive Frauen können Ihr Training wie gewohnt fortführen, müssen nur darauf achten, dass sie die Intensität etwas runter regeln. Absolute Sporteinsteiger sollten darauf achten die Trainingsdauer und Trainingshäufigkeit nicht zu hoch anzusetzen. Da heißt es, „Weniger ist mehr“.

 

Sportarten mit erhöhten Risiko: Laufen, Rudern, Geräteturnen, Tennis, Badminton, Tischtennis

Bei diesen Sportarten ist eine gewisse Trainingserfahrung dringend notwendig. Außerdem sollten Sie vor der Ausübung der Sportart mit Ihrem Arzt sprechen!

 

NO–GO Sportarten: Reiten, Klettern, Mannschafts -, Kontakt -, Kampfsportarten (z. B. Judo, Karate, Boxen, Ballsportarten)

Durch zu hohe Beschleunigungs– und Abbremskräfte, sowie viele und schnelle Rotationen, sind die dargestellten Sportarten zu gefährlich für das Kind. Gleichzeitig besteht erhöhtes Sturz – und Verletzungsrisiko. Auch wenn die aufgeführten Sportarten schon seit vielen Jahren praktiziert werden, sind sie trotzdem ein Risiko für das Ungeborene.

 

Wir empfehlen eine Mischung aus Krafttraining und Ausdauertraining. Wenn die Zeit es zulässt, kann man 2-3x pro Woche jeweils 30 Minuten trainieren. Die Intensität beim Ausdauertraining kann man mit dem sogenannten „Talk Test“ messen (Laufen ohne Schnaufen). Selbst während der Schwangerschaft kann man seine Muskeln trainieren. Bevorzugt sollten große Muskelgruppen trainiert werden. Wir empfehlen höhere Wiederholungszahlen (mind. 20 Wiederholungen) bei eher geringem Trainingsgewicht oder nur mit dem eigenen Körpergewicht. Neben dem Bauch, den Beinen und dem Rücken ist vor allem der Beckenboden von großer Bedeutung.

Bei weiteren Fragen zum Thema „Training während der Schwangerschaft“ stehen wir als Ihr persönlicher Gesundheitsberater gerne zur Seite und beraten Sie individuell. Unsere Kontaktdaten finden Sie HIER.

Wir freuen uns auf Sie.